Ein Abend mit Erich Kästner


Heribert Knapp, Rezitation

Thomas Hanz, Gitarre

 

"Emil und die Detektive", "Pünktchen und Anton", "Das fliegende Klassenzimmer" - das sind die bekannten Buchtitel, die sogleich mit dem Namen Erich Kästner in Erinnerung kommen. Zu Recht - denn "Emil und die Detektive" ist neben Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" das erfolgreichste Kinderbuch der Welt. "Emil" wurde in 24 Sprachen übersetzt und wiederholt verfilmt.

Doch neben dem erfolgreichen Kinderbuchautor gibt es noch einen anderen Kästner zu entdecken! Den Moralisten, den Weltbürger und Kabarettautor, den Redakteur und Theater-kritiker und den wunderbaren Lyriker. Seine Gedichte und Epigramme sind z.T. Allgemeingut geworden, ohne dass man die Autorenschaft kennt: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!"

Kästner gehört aber auch zu den Dichtern, deren Werke 1933 öffentlich auf dem Bebelplatz in Berlin ins Feuer geworfen wurden. Er war ein unerwünschter Autor, und seine Werke wurden verboten. Dieses Erlebnis prägte Kästner für sein Leben. Nach 1945 bleibt er Antimilitarist, Aufklärer, Pazifist und unverbesserlicher Optimist.

 

Heribert Knapp liest einige ausgewählte Romanpassagen, plaudert über das besondere Verhältnis von Kästner zu seiner Mutter, informiert über die wichtigsten biografischen Lebenssituationen des Autors und rezitiert eine Auswahl der schönsten und anrührendsten Gedichte und Liebesgedichte.

Musikalisch antwortet der Essener Gitarrist Thomas Hanz mit Werken von Bach bis Piazzolla auf die Texte des "Weltfreundes und Weltbürgers" Kästner. Lyrisches wird auch mit improvisierter Musik kommentiert. Der eine oder andere Ohrwurm spiegelt die musikalische Zeit wieder, in der der Autor lebte.

Heribert Knapp, der pensionierte Deutsch- und Kunstlehrer, der Generationen von Schülern am Geseker Gymnasium Antonianum in Geseke mit Literatur, Kunst und Kultur vertraut gemacht hat, ist durch seine ebenso kenntnisreichen wie launigen kulturhistorischen Vorträge bekannt. Auch seine Rezitationsabende, die u.a. das Leben und Schaffen von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Tucholsky und Lasker-Schüler beleuchten, sind bekannt und beliebt.

 

Thomas Hanz

Nach über 20 Jahren internationaler Bühnenpräsenz begreift Thomas Hanz die Gitarre als vielschichtiges Instrument, das sich keinem Genre, keiner Stilrichtung verschließt. Stets auf der Suche nach neuen klanglichen Möglichkeiten wagt sich Hanz auch auf Terrains vor, die sich der akustischen Konzertgitarre (bisher) nicht erschlossen haben.

Nach seinen Studien an den Musikhochschulen in Essen, Hannover und Köln veröffentlichte Thomas Hanz mehrere CDs, war Preisträger bei internationalen Wettbewerben, wurde als Solist und Ensemblemitglied zu Konzerten und Festivals eingeladen. Konzerteisen führten nach Italien, Spanien, Schweden, Frankreich, Holland und Dänemark. Er wirkte als Juror bei Wettbewerben und ist seit 1998 künstlerischer Leiter des „Gitarrenfestivals Ruhr“.


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